Vorbild für die Jugend

Moosbacher Feuerwehrleute für 25-jährigen Dienst geehrt

 

"Ein leuchtendes Beispiel für selbstlosen Einsatz für unsere Gesellschaft und ein Vorbild vor allem für die Jugend sind alle jene, die heute für 25 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr geehrt werden", so das Lob von Landrat Helmut Reich anlässlich der Ehrung dreier langjähriger Mitglieder der Freiweilligen Feuerwehr Moosbach.

 

 

Seit einem Vierteljahrhundert stellen Wolfgang Kiefer, Ulf Kempa und Reiner Weigl ihre Freizeit in den Dienst der Feuerwehr und "helfen, retten, schützen und bergen freiwillig, ehrenamtlich und auch unter Einsatz ihres eigenen Lebens." Denn der Staat treffe zwar durch finanzielle Mittel die Vorsorge, dass der Bevölkerung im Ernstfall schnell und effektive geholfen werden könne. In letzter Konsequenz sei es aber immer der persönliche Einsatz, der vor Ort Schaden mildern und abwenden würden.

 

Wie die drei Jubilare überhaupt zur Feuerwehr gekommen sind, erklärt Ulf Kempa stellvertretend für seine Kameraden damit, dass in einem kleinen Ort wie Moosbach die von Landrat Reich angeprangerte "zunehmende Anonymisierung des Lebens" eben noch nicht Einzug gehalten habe. Da gehöre es einfach dazu, dass man mit einem bestimmten Alter zur Feuerwehr geht. Und außerdem war Kempa wie wohl die meisten Jungen, schon als Kind fasziniert, wenn er ein Feuerwehrauto mit Blaulicht und Sirene vorbeifahren sah.

 

Seit jenen Tagen hat sich allerdings in der Feuerwehrarbeit einiges verändert. Heute geht es nicht mehr allein und die Bekämpfung von Bränden, sondern um den Schutz des gesamten Lebensbereiches, z.B. bei Hochwasser, bei austretenden Giften wie Gas, bei Tierrettungen oder auch bei schweren Verkehrsunfällen. Letztgenannte sind of besonders psychisch belastend für die herbeigerufenen Feuerwehrleute, das weiß auch Ulf Kempa aus eigener Erfahrung. Auf der unfallträchtigen Strecke zwischen Feucht und Winkelhaid kommt es immer wieder vor, dass die Unglücksopfer Bekannte oder Verwandte der Feuerwehrmänner sind.

 

Neben solch bewegenden Momenten biete die Feuerwehrarbeit jedoch auch sehr viele schöne Seiten, allen voran die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl.

 

Manchmal gibt es sogar etwas zu lachen bei der Arbeit, wie damals als Kempa während einer Leistungsprüfung aus Versehen einen Schiedsrichter nassgespritzt hat. An diesen Vorfall dachte Reich wohl ehre nicht als er gegen Ende seiner Rede appellierte: "Möge sich vor allem die Jugend die Ausgezeichneten zum Vorbild nehmen."

 

 

Abschließend übergab Kreisbrandinspektor Peter Schlerf den Jubilaren die Ehrenstecknadeln und versprach, dass auch die Urkunden, die nicht rechtzeitig eingetroffen waren, bald nachgeliefert würden.

 

 

Bericht: Redaktion "Der Bote" Niki Röhrer

Fotos: FF Moosbach

zurück