Scheunenbrand in Moosbach

 

Moosbach – Im Ortskern von Moosbach kam es am Donnerstag den 15.07.2010 zu einer starken Rauchentwicklung an einem landwirtschaftlichen Gebäude. Um 19.05 Uhr alarmierte die Leitstelle Nürnberg die Freiwillige Feuerwehr Moosbach mit dem Einsatzstichwort „Scheunenbrand in der Schützenstraße, zwei Personen werden vermisst“.

 

Noch bevor die Feuerwehr anrückte, fanden sich bereits mehrere Schaulustige ein und sahen, dass aus der Scheune dichter Rauch quoll. Was sich zunächst als Notlage darstellte, entpuppte sich dann schnell zu einer gut geplanten Alarmübung.

 

 

Bereits eine Stunde vorher hatte stellvertretender Kommandant Martin Bott die eigens für solche Übungszwecke angeschaffte Nebelmaschine in Stellung gebracht und kurz vor der Alarmierung damit begonnen, das Übungsobjekt zu verrauchen.

Als vermisste Personen wurden die ebenfalls neu angeschafften Übungs-Dummys versteckt.

 

 

Kurz nach der Alarmierung rückten die Kräfte der Feuerwehr Moosbach mit Blaulicht und Martinshorn an. Die Einsatzleitung übernahm Kommandant Frank Kotzur. Die ersten Stosstrupps, die sich bereits auf der Anfahrt mit schwerem Atemschutzgerät ausgerüstet hatten, übernahmen sofort den Innenangriff und machten sich auf die Suche nach den vermissten Personen. Als Wasserentnahme diente zunächst das Löschfahrzeug.

 

 

Zeitgleich wurde ein Außenangriff  von zwei Seiten vorbereitet, um den vermeintlichen Brand zu bekämpfen und die umliegenden Gebäude zu schützen. Hierzu wurde vom nahe gelegenen Hydranten eine Schlauchleitung aufgebaut, um die beiden Löschfahrzeuge mit Wasser zu versorgen.

 

 

Nachdem die vermissten Personen gefunden waren, und an die hierfür eingerichtete Verletztensammelstelle übergeben waren, konzentrierte man sich verstärkt auf die Brandbekämpfung. Nach kurzer Zeit kam die Rückmeldung „Feuer aus“ und die Übung konnte beendet werden.

 

 

Bei Bränden in Gebäuden stellt die Sichtbehinderung durch Brandrauch eine große Herausforderung für die eingesetzten Kräfte im Innenangriff dar. Oft beträgt die Sicht gleich null, und die Wehrleute müssen sich die Räumlichkeiten nahezu ertasten. Gleichzeitig muss der Rückweg durch Leinen oder mitgeführte Schläuche gesichert werden.

 

 

Durch den Einsatz der Nebelmaschine konnte die Übung realitätsnah gestaltet werden und die eingesetzten Kräfte fanden Bedingungen vor, wie sie bei einem echten Brand vorkommen können. Zum Abschluss bedankte sich Kommandant Frank Kotzur bei Familie Bogner, die ihre Scheune als Übungsobjekt zur Verfügung stellten.

 

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