Ehrenabend für Werner Wolf und Peter Kölbl

Im Rahmen einer Feierstunde wurden die aktiven Feuerwehrleute Werner Wolf, FF Moosbach, und KBM Peter Kölbl, FF Feucht, für 40 bzw. 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr geehrt. Der Feuchter Kommandant Alfred Hausmann konnte zu diesem Anlass im Feuerwehrgerätehaus neben den aktiven Feuchter und Moosbacher Feuerwehrleuten auch Mitglieder der Kreisbrandinspektion, den stellvertretenden Landrat Norbert Dünkel, die beiden Feuchter Bürgermeister Konrad Rupprecht und Heinz Satzinger sowie einen Teil des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung begrüßen.

Nach einer kurzen Einführung führte stv. Landrat Norbert Dünkel zusammen mit Kreisbrandrat Bernd Pawelke und Kreisbrandinspektor Peter Schlerf die Ehrung durch und verlieh unter dem Applaus der Anwesenden im Namen des Bayer. Innenministers, Günther Beckstein, das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst an Werner Wolf.

In seiner Rede überbrachte Norbert Dünkel die Glückwünsche und Gratulationen des Landrates Helmut Reich, der wegen eines Krankenhausaufenthaltes nicht selbst anwesend sein konnte und wies auf die Bedeutung des Ehrenamtes an sich und des aktiven Feuerwehrdienstes im Besonderen hin. Er dankte der Marktgemeinde Feucht, die auch in Zeiten knapper Kassen immer die nötigen Mittel für die Feuerwehren zur Verfügung gestellt hat. Werner Wolf trägt dazu bei, „dass die Feuerwehren funktionierende Selbsthilfeorganisationen in den Kommunen sind“, so Dünkel.

Kreisbrandrat Bernd Pawelke wies darauf hin, dass niemals besser als jetzt, im Augenblick dieser Ehrung, sich die Wichtigkeit für ein solches Ehrenamt zeige. Denn gerade im Moment seien mehr als 25 Feuerwehren des nördlichen Landkreises im Einsatz, um nach einem heftigen Unwetter Keller auszupumpen und Schäden zu beseitigen. Aus diesem Grund konnte der KBR auch nur kurz anwesend sein, er kehrte wenig später an die Einsatzstellen zurück, um sich vor Ort ein Bild über die aktuelle Lage zu machen.

Bürgermeister Konrad Rupprecht schloss sich den Worten seiner Vorredner an. 40 Jahre Dienst am Nächsten zu tun, stets bereit zu sein, seine Gesundheit zu opfern oder gar sein Leben zu gefährden, um in Not geratenen Menschen zu helfen, bei Tag und Nacht für Einsätze und Übungen zur Verfügung zu stehen und einen nicht unerheblichen Teil seiner Freizeit dem Dienst am Nächsten zu opfern, gebührt allerhöchste Anerkennung.

Rupprecht beleuchtete einen Teil der aktiven Feuerwehrkarriere von Werner Wolf, der am 01. Januar 1964 in die FF Moosbach eintrat und in der Zeit von 1967 bis 1989 alle Leistungsabzeichen nach FWDV 4 ablegte und im Jahr 2002 die Leistungsprüfung THL-1 abgelegt hat. Weiter hat Werner Wolf nachfolgende Lehrgänge in seiner 40-jährigen Dienstzeit abgelegt, Gruppenführer, Zugführer, Leiter einer Feuerwehr, Atemschutzgeräteträger und Sprechfunkzeugnis.

Mit dem Dank der Marktgemeinde und dem Wunsch dass Werner Wolf noch seine restliche Dienstzeit bis August 2004 bei der Feuerwehr Moosbach fortführen möge, überreichte er im Anschluss ein Präsent. Da während des Feuerwehrdienstes viele Stunden an Freizeit vergehen, in denen die Feuerwehrmänner nicht bei ihren Familien sein können, bedankte sich Rupprecht auch bei der Ehefrau, Rosi Wolf, für das dargebrachte Verständnis und überreichte einen großen Blumenstrauß.

Der Moosbacher Kommandant Norbert Nähr hob in seiner Ansprache nochmals die 23 jährige Dienstzeit als Kommandant von Werner Wolf hervor und Berichtete über die Höhepunkte seiner Kommandantenlaufbahn :

1977 Nachfolger als 1. Kommandant von Herbert Purucker
1978

Einführung des schweren Atemschutzes in der Moosbacher Wehr

1980 75-jähriges Jubiläum der FF Moosbach
1986 Übernahme eines TLF 16/25 von der FF Feucht
1989 Erweiterung der Fahrzeughalle auf 3 Stellplätze
1992 Ausbau des damaligen Dachbodens zum Unterrichtsraum
1995 Beschaffung und Abholung eines neuen LF 8/6

Des weiteren wurden unter der Leitung von Werner Wolf über 600 Übungen und fast 200 Einsätze ohne Personenschaden bewältigt, in seiner Ära wurden 11 Leistungsprüfungen, zumeist mit 2 bis 3 Gruppen, abgelegt. 17 Jahre begleitete ihn Norbert Bogner als 2. Kommandant und die letzten 6 Jahre Norbert Nähr als sein Stellvertreter, dieser übernahm dann im Jahr 1999 den Posten als 1. Kommandant von Werner Wolf.

Norbert Nähr bedankte sich bei dem Jubilar nicht nur für die geleisteten aktiven Stunden, sondern auch für das kameradschaftliche Mitwirken im Feuerwehrverein und überreichte Ihm eine Digitalkamera als Geschenk vom Feuerwehrverein.

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